Übers Pendeln und den Nahverkehr im Ruhrgebiet
Heute früh bot die Bahn ihren Fahrgästen im Regionalexpress 3 auf dem Weg nach Dortmund mal wieder ein neues Abenteuer an. Pünktlich verlies der Regionalexpress gegen zwanzig vor neun den Bahnhof in Herne, um knapp hinter dem Bahnhof bereits wieder zu stoppen.
Nach einigen Minuten Wartezeit ertönte aus den Lautsprechern der Beschalungsanlage: "Wegen eines Signalfehlers verzögert sich unsere Weiterfahrt in Richtung Dortmund um wenige Minuten." Eigentlich kein Grund zur Unruhe. Die erfahrenen Nahverkehrshelden kennen diese Späße der Bahn und haben natürlich nicht den Eindruck, dass das Zugpersonal in solchen Momenten darauf wettet, welcher der Kunden Beförderungsnutzer als erstes die Nerven verliert.
Denn nach wenigen Minuten verstummte das Brummen der Lok und der Lokführer rannte leicht fluchend durch den Zug. Als der Lokführer die Nahverkehrshelden passierte murmelte er etwas von einer blockierten Weiche und konnte die Frage des Schaffners, ob er denn schon etwas zur Weiterfahrt sagen könne, nicht beantworten.
Direkt darauf tönte eine neue Durchsage durch den Zug und löste vermutlich unmittelbar einen ernsten Belastungstest für die Mobiltelefonnetze aus: "Auf Grund eines Weichenschadens fährt unser Zug jetzt zurück nach Herne! Anschließend setzen wir unsere Reise nach Hamm auf einem anderen Gleis fort."
So passierte es, der Zug rollte nach Herne zurück. Dort wechselte der Lokführer wieder in den Steuerstand zurück. Woraufhin der Zug seine Reise schließlich mit einiger Verspätung nach Dortmund fortsetzen konnte. Dort einfahrend teilte uns der Schaffner dann mit, dass dem Verspätungskonto der Nahverkehrshelden wegen des kleinen Abenteuers 27 Minuten gutgeschrieben würden.
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