VVR kündigt der DB Regio NRW

veröffentlicht am 13.06.2008, 22:33

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat seinen Verkehrsvertrag mit der DB Regio NRW (DB) außerordentlich gekündigt. Hintergrund für diese drastische Maßnahme sind laut Aussage des VRR grobe Vertragsverletzungen der DB bei der Erbringung von Sicherheits- und Serviceleistungen im S-Bahn-Bereich nach 19 Uhr.

Der VRR teilte gestern mit, dass eine mehrmonatige Stichprobenuntersuchung des Verbundes Täuschungen der DB ans Tageslicht brachte. In der Verträgen mit dem VRR habe die DB in den S-Bahnen ab 19 Uhr eine Bestreifungsquote von 90 Prozent zugesichert. Die umfangreiche Stichprobe ergab eine tatsächliche Quote von durchschnittlich 17 Prozent.

In einer Pressemitteilung zeigte sich VRR-Vorstand Martin Husmann empört über die Täuschung der Bahn: „Diese Verfehlungen reihen sich nahtlos in die Kette der Schlechtleistungen von Unpünktlichkeiten, Zustand der Fahrzeuge und das Erscheinungsbild der Bahnhöfe ein“.

Wer täglich im Ruhrgebiet mit den Zügen der DB unterwegs ist, der blickt oft neidisch auf die Kollegen, die mit einer der privaten Bahngesellschaften wie Prignitzer Eisenbahn oder Abellio Rail in modernen Talent-Triebwagen bzw. LINT 41 oder Stadler FLIRT unterwegs sein dürfen. Meist darf man sich von stark schaukelnden Silberlingen im Design Hannover „transportieren“; lassen. Einen Sitzplatz auf Bezügen des OFV- oder gar DBM-Designs ist meist nicht zu bekommen

Wo sind eigentlich die modernen Doppelstockzüge geblieben, die hier früher unterwegs waren?

Naja, wie im Eintrag "Da fliegt Dir doch die Scheibe weg!" vor einigen Tagen schon geschrieben, es sind nur noch gute 1,5 Jahre bis auch der „Rhein-Emscher-Express“ mit modernem Zugmaterial bedient wird!

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