Übers Pendeln und den Nahverkehr im Ruhrgebiet
Schlechte Zeiten für Nahverkehrshelden, die ja eigentlich über die Mißstände im Nahverkehr des Ruhrgebiets berichten. Die Bahnen, die die Nahverkehrshelden regelmäßig nutzen, sind in den vergangenen Wochen eigentlich sehr pünktlich. Trotzdem gibt es natürlich interessante Erlebnisse, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen.
Heute früh zum Beispiel trug eine Mitreisende zur Unterhaltung der Nahverkehrshelden bei. Die gute Dame war offensichtlich etwas unruhig. Zwischen Herne und Wanne-Eikel wechselte sie ungefähr alle 30 Sekunden ihren Platz. Keiner der ungewöhnlich zahlreichen Sitzplätze war ihr offensichtlich mehr als 30 Sekunden gut genug. Mehrfach sprang die Dame sogar auf und wechselte in den Nachbarwagen.
Kaum war sie mal eine Minute im Nachbarwagen verschwunden, öffnete sich erneut die Tür unseres Wagens und die Dame kehrte zurück, um sich in unserem Wagen einen Platz zu suchen. Ein Sinn war in diesem Verhaltsmuster nicht erkennbar. Oliver Kalkofe würde vermutlich fragen, ob die Dame einen Knallfrosch in der Hose hatte. Doch wir glauben, dass diese Erklärung des großen Fernseh-Philosophen ausnahmsweise wohl einmal zu einfach ist.
Doch auch nach umfangreicher Diskussion konnten wir keinen Grund für das Verhalten der Mitreisenden erkennen. Vielleicht spielte sie ja eine Sonderform der "Reise nach Jerusalem".
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