Neue Stimmen braucht das Land

veröffentlicht am 20.09.2008, 22:58

Angesichts des Alters und des Zustands der Züge, die die Nahverkehrshelden täglich nutzen, mag man es kaum glauben, aber auch bei der Bahn zieht der technische Fortschritt ein. Jetzt steht die Modernisierung der Lautsprecherdurchsagen an.

Wie SPIEGEL ONLINE unter Berufung auf die Zeitung mit den großen Buchstaben berichtet, will die Bahn als Betreiber der Bahnhöfe an den meisten Bahnhöfen und Haltepunkten die von Mitarbeitern gesprochenen Lautsprecheransagen streichen. Stattdessen soll es ein automatisches System mit synthetischen Stimmen geben - die allerdings anders als SPIEGEL ONLINE schreibt hoffentlich nicht vom Band kommen werden.

Lustlos gesprochene Klassiker wie “Willkommen in Gelsenkirchen, Ihre nächsten Reisemöglichkeiten...” oder “Auf Gleis 21 wird jetzt für Sie bereitgestellt ...” sollten damit der Vergangenheit angehören. Das automatische System soll - in Verbindung mit neuen Anzeigetafeln - nur noch Durchsagen zu Verspätungen oder Gleisänderungen über die Bahnsteige erklingen lassen.

Grundlage für die Durchsagen könnte der Datenbestand sein, den sich die Kunden der Bahn bereits jetzt über eine virtuelle Abfahrtstafel online ansehen können. Nach Eingabe des gewünschten Bahnhofs zeigt dieser Service, den wir über das Pendler-Blog entdeckt haben, alle dort anstehenden Züge inklusive Verspätungsmeldungen und einer Begründung für die Verspätung (z.B. unser Liebling “Verzögerungen im Betriebsablauf”) an.

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