Geht es noch tiefer? Jürgen Drews in Gelsenkirchen

veröffentlicht am 24.02.2010, 21:44

Unser heutiges Thema hat, das geben wir gern zu, nur sehr bedingt mit dem Nahverkehr zu tun. Doch als Pendler-Blog berichten wir regelmäßig auch über Erlebnisse, die wir auf unserem Arbeitsweg beobachten. Heute trafen die Nahverkehrshelden dabei auf Jürgen Drews. Die ewige Kornfeld-Nudel beglückte im wunderschönen Gelsenkirchen tatsächlich zahlreiche Fans Zuhörer.

Jürgen Drews in Gelsenkirchen

Nun wollen wir nicht über den durchschnittlichen und vermutlich in mehrfacher Hinsicht breiten Gelsenkirchener spekulieren, der um 18:30 vor dem Hauptbahnhof einem alten bereits lange bekannten Schlagerstar lauscht. Immerhin verdient der Mann seit mehr als 30 Jahren seine Brötchen als Sänger – obwohl Drews als ehemaliges Mitglied der „Les Humphries Singers“ fast wie das Produkt einer Casting-Aktion aus der Zeit des frühen Buntfernsehens durchgeht.

In all diesen Jahren hatte der im beschaulichen Schleswig aufgewachsene Unterhaltungskünstler mit der Coverversion des Country-Songs „Let your love flow“ von den Bellamy Brothers so gar tatsächlich einen echten Nummer-eins-Hit. Und auch in Gelsenkirchen schaffte es Drews irgendwie, dem ansonsten um diese Zeit scheintoten Bahnhofsvorplatz gut zu füllen.

Doch trotzdem machte uns der Auftritt irgendwie auch nachdenklich.

Denn insgesamt wirkte das Event in der Fußgängerzone auf die Nahverkehrshelden peinlich. Drews spielte auf einer vielleicht vier mal vier Meter großen Bühne, die die Betreiber eines Einkaufszentrums vor ihre Tür gestellt haben. Direkt vor der Bühne hatten sich ein paar Zuhörer versammelt, die den Sänger trotz dessen Einsatz moderner Tontechnik fast in den Hintergrund sangen.

Während des Konzerts versuchte Drews mit spontanen Unterbrechungen seiner Gesangskunst das Publikum davon zu überzeugen, dass sein Gesang live sei und nicht vom Band käme. Offensichtlich blieben da bei dem einen oder anderen Zuhörer Zweifel. Fast schüchtern fragte Drews, ob er seinen Gesang fortsetzen solle. Und sag lieber weiter, bevor das Publikum wirklich antworten konnte.

Vielleicht sollte Drews, der im April das Rentenalter erreicht, langsam wirklich in den Ruhestand gehen. Denn was soll nach diesem Konzertereignis noch kommen?

Bisher kommentiert:


1
Comment
Die Rentnerband
Thursday, den 25. February 2010 um 07:25
War der schon im Dschungelcamp?
2
Comment
Lukas Ormer
Thursday, den 25. February 2010 um 23:32
OMG! Tiefer geht es wirklich nicht mehr, wenn er schon vorm Hbf Gelsenkirchen singt.
3
Comment
Doctor Speed
Friday, den 26. February 2010 um 06:12
Au Backe! Tiefer geht es wirklich nicht. Ist er denn zumindest zum Schluss besoffen von der Bühne gefallen? Dem Publikum wäre das mit Sicherheit nicht aufgefallen.
Enspannte Grüße
Doctor Speed
4
Comment
Onkel Hotte
Friday, den 26. February 2010 um 12:52
Onkel Jürgen trinkt nicht, der ist auch so fröhlich genug! Was allerdings bei diesem Publikum echt ein Wunder ist. Ich würde da etwas nehmen, um die Bande zu ertragen.
5
Comment
Markus
Saturday, den 27. February 2010 um 14:56
Du A........ und Gesichtsv....! Das nächste Mal drücke ich Dir einen in die Fresse wenn ich Dich treffen tu. Wir standen vor die Bühne und haben Jürgen seine Schow gefeiert
6
Comment
nahverkehrshelden.de
Monday, den 01. March 2010 um 06:29
Wir danken für diesen qualifizierten Beitrag. Er bezeugt, dass das mit den "Fans" immer so eine Sache ist. Denn die kann man sich nicht aussuchen.
PS: Wir haben es uns erlaubt, in Deinem Posting zwei Wörter auszupunkten.


Dein Kommentar?

Die Eingabe von Name, Mail und Webadresse ist freiwillig

Über Dich

Kommentar

SPAM-Filter

If you have trouble reading the code, click on the code itself to generate a new random code.