Übers Pendeln und den Nahverkehr im Ruhrgebiet
Nach dem Ende des Urlaubs machte ich mich heute erstmals wieder mit der Bahn auf den Weg zur Arbeit. Ich verlies das Haus, um die 150 Meter bis zur Haltestelle der Strassenbahn wie üblich zu Fuß zurückzulegen. Unsere Wohnstrasse mündet in eine etwas größere Strasse. Auf dieser Strasse fährt die Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Direkt an der T-Kreuzung der beiden Strassen liegt die Haltestelle, die ich jeden Tag nutze.
Offensichtlich hat man während unseres Urlaubs mit der Erneuerung der Schienen begonnen. Bereits von "meiner" Strassenseite aus konnte ich erkennen, dass das Haltestellen-Schild schön mit einem Schutzumschlag verpackt war.
Ein Fahrstreifen der großen Strasse ist gesperrt. Auf diesem Fahrstreifen stehen Baufahrzeuge, die wohl für das Auswechseln der Schienen notwendig sind. Der Verkehr wird wechselweise über die andere Fahrspur geführt an der Baustelle vorbeigeführt.
Nur ich fand leider keinen Weg auf die andere Seite der Strasse. Denn mir versperrte ein hoher Bauzaun den Zugang. Es bestand so absolut keine Chance die Strassenbahn zu erreichen. Ein schwacher Trost war, dass die Strassenbahn ebenfalls nicht in die Baustelle einfahren konnte. Denn ihr versperrte eine Schranke den Weg in die Baustelle, die sie nur im Schritttempo passieren kann.
Für mich gab es nur am linken Rand der Baustelle einen kleinen (Aus)weg. Ich folgte also der Strasse, um bis zur nächsten Haltestelle zu laufen und hatte Glück. Denn obwohl die Strassenbahn jetzt doch in die Baustelle einfahren durfte, kam sie nicht wirklich vorwärts.
Zunächst versperrten einige Geräte, die noch auf den Schienen lagen, die Durchfahrt. Als diese Geräte zur Seite geräumt waren, war der Gegenverkehr bereits aus der Gegenrichtung in die Baustelle eingefahren. Einen älteren Verkehrsteilnehmer überforderte diese Situation offensichtlich. Er stoppte beim Spurwechsel auf den Schienen und blockierte dadurch alles.
Mir gab das die Gelegenheit, um den Wettlauf gegen die Strassenbahn zu gewinnen. Ich erreichte vor ihr die nächste Haltestelle, um mich einmal nicht über die Unpünktlichkeit zu ärgern.
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