Übers Pendeln und den Nahverkehr im Ruhrgebiet
Inzwischen haben die Nahverkehrshelden eine Woche Pendeln mit der eurobahn überstanden. Dabei mußten durften wir uns bitterlich an eine längst vergessene Vokabel erinnern: „Stehplatz“. Denn die bisher eingesetzten Züge werden dem Ansturm der Kunden in Spitzenzeiten meist nicht gerecht. Kommt man erst kurz vor der Abfahrt des Zugs am Bahnsteig an, darf man mit ziemlicher Sicherheit stehen.
Doch leider ziehen es die Mitreisenden überwiegend vor, im Bereich der Eingangstür zu stehen. Die meisten Fahrgäste tummeln sich auf einer kleinen Fläche mit einer Ausdehnung von vielleicht drei oder vier Metern. Auf dem Weg durch diese Standblockade erntet man übrigens auch noch ein gewisses Unverständnis.
Dabei ist nur zehn Meter entfernt deutlich mehr Standraum frei. Die eurobahn bzw. ihre Mitarbeiter gehen übrigens durchaus kreativ mit diesem Problem um. Am Donnerstag gab man mit einer Durchsage über die Lautsprecheranlage die 1. Klasse für „Steh- und Sitzplätze“ (ROTFL) frei.
Heute spielte Schalke, daher hatte die eurobahn selbst auf der von ihr bedienten Strecke zwischen Dortmund und Gelsenkirchen reagiert und war am Abend trotz ihrer Beschaffungsprobleme mit zwei gekoppelten Zügen unterwegs. Damit standen doppelt so viele Plätze wie üblich zur Verfügung. Doch das Publikum nutzte sie nicht.
Leicht verzweifelt wies der Zugbegleiter darauf hin, dass der Zug heute 150 Meter lang sei. Im hinteren Teil, der 75 Meter lang sei, würden 90% aller Fahrgäste an Bord dicht aneinander gedrängt stehen. Im vorderen Teil, der ebenfalls 75 Meter lang sei, wären 95% der Sitzplätze frei und auf den Gängen könne man Fußball spielen.
Trotz dieser Durchsage blieben die Nahverkehrshelden im Vorderwagen fast allein. Der große Teil der Fahrgäste übte offensichtlich für das Stehen in der Nordkurve.
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Bisher kommentiert:
Sunday, den 27. December 2009 um 07:39
Monday, den 28. December 2009 um 10:33
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