Die Geister, die ich rief ...

veröffentlicht am 10.12.2009, 11:42

Web 2.0 lebt vom Mitmachen. Viele Zeitungen sind dankbar auf diesen Zug aufgesprungen. Sie lassen ihre Leser auf ihren Seiten eifrig Kommentare verfassen und peppen so ihre Inhalte auf. Zudem entsteht so der Eindruck, dass die Zeitungen auf diesem Weg mit ihren Lesern kommunizieren. DerWesten, das Medienportal der WAZ-Gruppe, zeigt nun, dass die Diskussion nicht zu allen Themen erwünscht oder beherschbar ist.

Denn zum Artikel "Zuwanderer sollen nicht nur Taxi fahren" können keine weiteren Kommentare verfaßt werden.

Unter dem Artikel, der wegen des Stichworts "Taxi" unsere Aufmerksamkeit gewann, steht jetzt, dass die Kommentarfunktion wegen vermehrter Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des Westens deaktiviert wurde. Und obwohl auch anzeigt wird, dass die Nutzer mind. 58 Kommentare hinterlassen haben, werden diese nicht mehr angezeigt.

Web 2.0 ist anders

Auch wenn das Thema wahrscheinlich schwierig und die eine oder andere Meinung zu diesem Thema nicht mehrheitsfähig ist, dokumentiert diese Entscheidung des Westens die Schattenseiten der Web 2.0-Welt. Denn man kann fast den Eindruck haben, dass die Kommentare nur erwünscht sind, wenn sie ins Bild passen. Ein echtes Interesse am Dialog sieht anders aus!

Für die Nahverkehrshelden ist die Entscheidung der Redaktion des Westens, auch wenn die Nahverkehrshelden inhaltlich zum Artikel gar nicht Stellung beziehen wollen, eine Form von Zensur und Willkür. Aber zum Glück bietet das Internet andere Möglichkeiten, um Stellung zu beziehen.

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