Übers Pendeln und den Nahverkehr im Ruhrgebiet
Inzwischen fährt die Eurobahn einige Wochen mit ihrem lange auch hier so schmerzlich vermissten neuem Zugmaterial. Als Kunde dieses Bahnunternehmens kann jetzt nur wenig meckern, sofern man nicht zu Stoßzeiten unterwegs ist. Denn meistens bedient die Eurobahn die Strecke des RE3 mit einfachen Zügen.
Sie verzichtet also meistens darauf zwei Züge zu verbinden, um ihren Kunden mal etwas mehr Platz anzubieten. Selbst gestern, als offensichtlich ein Großteil der Teilnehmer eines neuen Weltrekords mit dem Zug nach Gelsenkirchen unterwegs waren, fuhr nur ein Solo-Zug. Die Folge waren zum Teil chaotische Szenen im völlig überfüllten Fahrgastraum. Und auch das Erlebnis, dass es endlich in Gelsenkirchen angekommen, am Bahnsteig ungewöhnlich stark nach Bremse roch, soll uns ausnahmsweise einmal nicht weiter beunruhigen.
Nun könnte man meinen, dass das den Nahverkehrshelden die Platzfrage egal sein könnte. Denn sie hatten einen Sitzplatz ergattert. Doch wie der Zufall es wollte, drang dort ein interessantes Gespräch an unsere Ohren vor.
Stimme 1: "Scheiße, wieder kein Platz. Die schaffen es noch nicht einmal bei einem besonderen Anlaß ihre Kapazität anzupassen."
Stimme 2: "Wieso, was ist denn los?"
Stimme 1: "In Gelsenkirchen werden fast 80.000 Zuschauer zu einem Eishockey-Spiel erwartet. Da sollte man als Bahnunternehmen, das hier fährt, eigentlich mal reagieren."
Stimme 2: "Oh, von dem Spiel habe ich gar nichts mitbekommen."
Stimme 1: "Naja, Du bist ja auch kein professionelles Bahnunternehmen."
Stimme 2: "Die doch auch nicht!"
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Bisher kommentiert:
Sunday, den 16. May 2010 um 09:23
Wednesday, den 19. May 2010 um 22:40
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